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Pressemitteilungen über Woman Art

Pressemitteilung

Ist Gott in Wahrheit eine Frau?

Und war Eva vor Adam auf unserer Erde?

“Die Erschaffung Evas“ setzt neue Zeichen

 

Stuttgart, September 2010

Das Gemälde “Die Erschaffung Evas“ der Woman Art UG, Stuttgart, soll alte Denk- und Bildmuster

aufbrechen und aktualisieren.

“Als Symbol für die moderne, emanzipierte und aufgeschlossene Frau

ließen wir “Die Erschaffung Evas“ entstehen, eine Neufassung von Michelangelos Bild “Die Erschaffung Adams“. Die Zeit des Patriarchats, der Vorherrschaft des Mannes, neigt sich dem Ende zu. Es ist Zeit für visuelle Veränderungen, Zeit für neue Sichtweisen und so brauchen wir im Zeitalter der beginnenden Gleichberechtigung neue Bilder“, verkündet Roland Hensel, Geschäftsführer Woman Art UG in Stuttgart.

 

Michelangelo malte an dem Deckenfresko “Die Erschaffung Adams“, das als Vorlage für “Die Erschaffung Evas“ diente, in der Sixtinischen Kapelle in Rom von 1502 bis 1512. Seine Motive wurden von seinem Auftraggeber, dem Papst, vorgegeben. Selbst wenn Michelangelo eine Göttin hätte malen wollen, wäre das sein gesellschaftlicher Ruin gewesen. Eine Göttin zu malen, wäre damals einer Gotteslästerung gleichgekommen. Bilder prägen Gedanken und Vorstellungen. Daher wollte die Kirche ihre auf dem Patriarchat aufbauende Machtstellung entsprechend dargestellt wissen. Nach Ansicht der Woman Art UG müssen im Zeitalter des Wandels bestehende Schlüssel-Bilder neu gemalt werden, um bei den Menschen neue zeitgemäße Gedanken entstehen zu lassen.

 

“Die Zeit ist gekommen, Gott auch als Frau darzustellen und zu zeigen, dass der erste Mensch auch eine Frau gewesen sein könnte. Lebten wir in einem Matriarchat statt in einem Patriarchat, wäre es schon immer so gewesen. Gott und Adam mussten jedoch bisher Männer sein. Andere Darstellungen wären in einer von Männern dominierten Welt nicht akzeptiert worden. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau kommt jedoch nur dann voran, wenn sich diese nicht nur in Worten ausdrückt, sondern vor allem in Schlüsselbildern“, schildert Sabine Kienle, Ideengeberin für Woman Art UG, die Gedanken zur Entstehung des Motivs “Die Erschaffung Evas“. Weiter ist sie der Ansicht, dass “Männer ihren “Herrschaftsanspruch“ aus der Stellung der Frau in den Religionen ableiten. Daher müssen zuerst die religiösen Bilder neu und zeitgemäß dargestellt werden.“

 

Seit Urzeiten beauftragen Meinungsbildner Künstler, um bestimmte Standpunkte bildhaft darstellen zu lassen. Teilweise lebensgroße Gemälde verdeutlichen die Ansichten der Gelehrten und der Kirche, um sie dem Volk glaubhaft näher zu bringen. Das männliche Wesen verkörpert stets positiv gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen, Frauen hingegen wurden besonders im Mittelalter als Dienstmägde, Musen oder Hexen dargestellt. Im heutigen Zeitalter der Gleichberechtigung ist diese Sichtweise veraltet. Frauen leisten einen deutlich positiven Beitrag in unserer aktiven Gesellschaft. Sie prägen inzwischen auch ehemalige Männerdomänen, wie z.B. Forschung und Technik, und stellen sich dem Mann als gleichberechtigte Partnerin in allen Lebenslagen. Daraus ergibt sich die notwendige Logik, dass Schlüsselbilder neu gemalt werden müssen.

 

Hochwertige Bilderdrucke des Gemäldes “Die Erschaffung Evas“ sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich über www.womanart.de. In Kürze wird das Bildmotiv auch auf Lizenzprodukten vertreten sein.

 

Auf der Internetseite der Woman Art UG und unter Youtube erscheint demnächst das erste Video zur weiblichen Sichtweise der Welt von Woman Art. >

BILDUNTERSCHRIFT

 

 

“Die Erschaffung Evas“ der Woman Art UG soll als Symbol für die moderne, emanzipierte und aufgeschlossene Frau ein Symbol setzen (Bild: Woman Art UG)

 

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Woman Art UG (haftungsbeschränkt)

 

Die Woman Art UG entstand 2010 aus der Idee heraus, dass unsere Gesellschaft im Zeitalter der beginnenden Gleichberechtigung neue Schlüsselbilder benötigt. In überarbeiteten Gemälde namhafter Künstler, wie Michelangelo und Leonardo da Vinci, stellt das Unternehmen auf emanzipierte Weise die Frau in den Mittelpunkt. Die Bilder werden als Kunstdrucke und zukünftig auch als Lizenzprodukte verkauft.

 

Die Ideengeberin Sabine Kienle, 1959 in der Nähe von Stuttgart geboren, lebte vier Jahre an der Seite eines ägyptischen Diplomaten in Kairo und bereiste mit ihm von dort aus die halbe Welt. Durch diese Reisen und das Leben in Ägypten wurde ihr bestätigt, dass in jeder Kultur die Frauen zwar die meiste Arbeit leisten, jedoch wenig zu sagen haben. Das Erleben der ausgeprägten Machokultur zog sich in ihrem eigenen Leben fort. Denn mit ihrem zukünftigen Exmann baute sie in den vergangenen 20 Jahren ein Unternehmen zur Restaurierung hochwertiger Oldtimer auf, das heute weltweit einen hervorragenden Ruf in der Branche besitzt. In dieser von Männern dominierten Welt erkannte Sabine Kienle, dass Frauen in den höheren Gesellschaftsschichten oft zum Statussymbol und zur Dekoration degradiert werden.

 

Woher kommt diese Machokultur? Männer leiten ihren “Herrschaftsanspruch“ aus der Rolle und Darstellung der Frau in den Religionen ab. Somit müssen zumindest die religiösen Schlüsselbilder den Frauen einen neuen Status geben. Aus diesem Grund will Sabine Kienle in erster Linie die wichtigsten religiösen Darstellungen durch Frauenbilder ergänzen lassen.

 

Bilder sagen mehr als Tausend Worte, Bilder prägen Gedanken und Vorstellungen. Sie unterstützen unsere Gesellschaft im Wandel, so wie sie es bereits seit Jahrhunderten tun.
Die moderne, emanzipierte, aufgeschlossene Frau gab es in Antike und im Mittelalter offiziell nicht. In der Neuzeit hingegen prägt sie die Gesellschaft stark. Ihr wird jedoch in den wichtigen alten Schlüsselbildern nicht der ihr zustehende Tribut gezollt. Also müssen nach Auffassung der Woman Art UG neue Bilder her, am besten durch Verwandlung der alten, da deren patriarchische, diskriminierende Aussagen auch heute noch als gültig hingenommen werden.

 

Die Idee kam Sabine Kienle bei einem Besuch in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Ihr stellte sich beim Anblick von Michelangelos “Die Erschaffung Adams“die Frage, warum Gott nicht eine Frau sein könnte und ob nicht eventuell Eva zuerst erschaffen wurde? Bei genauerer Betrachtung anderer wichtiger Gemälde stellte sie fest, dass es bei allen Darstellungen immer um den Mann geht. Die Frau wurde reduziert auf die Rolle der Mutter, wie z.B. Maria, oder diffamiert als Gefallene in der Gesellschaft, wie z.B. Maria Magdalena. Für Sabine Kienle stellt dieser Fakt die Verkörperung des gesellschaftlichen Patriarchats dar, dem zeitgerechte Abhilfe geschaffen werden muss. Mit der Gründung der Woman Art UG und den veränderten Bildern, möchte sie ein aktuelles Zeichen für die moderne, emanzipierte und aufgeschlossene Frau unserer heutigen Gesellschaft setzen. Selbstredend für die Ideengeberin ist, dass das erste Woman Art Bild “Die Erschaffung Evas“ von einer Künstlerin gemalt wurde.

 

Unternehmenskontakt:

Woman Art UG (haftungsbeschränkt) Roland Hensel, Geschäftsführer, Seelbergstr. 14, D-70372 Stuttgart Tel.: +49 711 6723154, Fax: +49 711 6723155, rh(at)womanart.de, www.womanart.de

Pressekontakt:

meister-plan - agentur für werbung & pr Bettina Meister, Inhaberin, Rötestraße 44, D-70197 Stuttgart Tel.: +49 711 2635443, Fax: +49 711 2635448, pr(at)meister-plan.de, www.meister-plan.de

Stuttgarter Nachrichten am 27. September 2010

Von Boxenludern und dem wahren Kern


Montagsgespräch: Sabine Kienle ist überzeugt, dass Gott in Wahrheit eine Frau ist

 

Manche Menschen vergöttern glänzende Oldtimer. Jahrzehntelang bewegte sich
Sabine Kienle in dieser Welt aus Lack,Chrom und Leder.
Jetzt treibt sie eine andere Frage um:
Ist Gott in Wahrheit eine Frau? Sabine Kienle will diese Weltsicht
mit überarbeiteten Gemälden klassischer Künstler unter die Leute bringen.
Von Klaus Eichmüller

 

Frau Kienle, wenn Gott eine Frau wäre, was wäre dann das letzte Abendmahl?
Eine Zusammenkunft von Jesa Christa und
ihren Jüngerinnen?

 

Das Internet sagt: ’ne Tupperparty.
Soll ich darüber lachen? Dieser Witz zeigt,
Frauen werden immer noch diffamiert und
auf Klatsch und Tratsch reduziert.

 

Also gut, Spaß beiseite. Sie sind nicht die
Erste, die sich fragt, ob Gott in Wahrheit eine Frau ist.
Persönlich haben ich mich schon mit 18 Jahren
mit diesem Thema beschäftigt. Warum
werden Frauen benachteiligt? Warum
sollen Frauen in der Kirche schweigen?

 

Das sind übliche Fragen einer jungen Frau.
Mir war früh klar, dass da etwas nicht zusammenpasst.
Dabei wurde uns immer erzählt,
alle Menschen seien gleich. Mein
Unbehagen steckte ganz tief drinnen.

 

Dann wissen Sie bestimmt, dass die große
Philosophin Wencke Myhre bereits 1993
davon träumte, dass Gott eine Frau wäre.
Da bin ich aber gespannt.

 

Sie sang: Dann würde ich fernseh’n, während
du spülst, na mal seh’n, wie du dich fühlst.
Von Wenke gefällt mit besser: „Beiß nicht
gleich in jeden Apfel, er könnte sauer sein.“

 

Den sauren Apfel hat die Menschheit Eva zu verdanken.
Das war der Apfel der Erkenntnis, oder?

 

Die Thesen vom weiblichen Gott kommen
aus der Emanzen-Ecke. Sind Sie dort zu Hause?
Überhaupt nicht. Emanzipation und Gleichberechtigung
ist für mich etwas ganz Normales.
Ich habe schon sehr früh das
gemacht, was ich wollte.

 

Sie machen mich neugierig.
Ich lebte vier Jahre mit einem ägyptischen
Diplomaten in Kairo und bereiste mit ihm
die ganze Welt. Bei Besuchen in Gammelshausen
haben wir Aufsehen erregt.

 

Dabei klingt Gammelshausen so locker und gemütlich.
Das täuscht. Als ich dort zwei voreheliche
Kinder bekam, war das schon ein Skandal.

 

Später haben Sie den Vater Ihrer Kinder
geheiratet und sich den schönen Dingen zugewandt.
Unsere Firma restauriert sehr erfolgreich
hochwertige Oldtimer.

 

In der Welt von glänzendem Lack, Chrom und
Leder spielen Frauen eine ganz spezielle Rolle.
Die Frau ist oft nur schmückendes Beiwerk.

 

Stichwort Boxenluder.
Nein. Die Frauen der vermögenden Kunden
sind sehr exquisit und gepflegt. Ich selbst
habe mir in der Branche durch harte Arbeit
Respekt verschafft.

 

Mit dem Schraubenschlüssel an der Ölwanne?
Sehe ich so aus? Mein Revier war die kaufmännische
Leitung. Außerdem bin ich Rallye
gefahren. Unter anderem die Mille Miglia.
Und das zu einer Zeit, in der es noch
kein Navi gab.

 

Hatten Sie nach 20 Jahren die Oldtimer satt?
Nein, ich wollte etwas anderes ausprobieren,
mich weiterentwickeln. Ich habe ganz
bewusst die Komfortzone verlassen.

 

Jetzt sind Sie auf der Suche nach der weiblichen Gottheit.
Dieses Thema war immer in mir drin.

 

Die Allmacht der Männer und ihrer Götter hat Sie angekotzt?
Männer leiten ihren Herrschaftsanspruch
aus der Stellung der Frau in den Religionen
ab. Männer sind die Macher, Frauen treten
nur als Gebärende, als Mütter, als Huren,
als Dienstmägde oder als Hexen auf.

 

Wie wollen Sie dieses Bild korrigieren?
Beim Besuch der Sixtinischen Kapelle hat
es bei mir geklingelt. Michelangelo malte
am Anfang des 16. Jahrhunderts bei seiner
Erschaffung des Adams selbstverständlich
einen männlichen Gott.

 

So steht’s in der Bibel.
Das Evangelium der Maria Magdalena liest
sich anders. Aber die Kirche hat diese Frau
immer diffamiert.

 

Glauben Sie, dass es reicht, Michelangelos
Gemälde mit einer Göttin und einer Eva zu modifizieren?
Bilder sagen mehr als tausend Worte. Bilder
prägen Gedanken und Vorstellungen. Die
nächste Mädchengeneration, die mit
solchen veränderten Bildern aufwächst,
wird ein völlig neues Selbstbewusstsein entwickeln.

 

Ihr Bildersturm geht weiter?
Demnächst wird das Abendmahl weiblich.

 

Bald hängt also eine Frau am Kreuz, Buddha
bekommt Brüste und Mohammed eine Burka.
Moment, Buddha ist Religionsgründer,
Mohammed ist Prophet, er hätte in der Wüstenhitze
bestimmt keine Burka getragen.
Wir haben erst einmal Gott, sprich die Göttin,
im Blick. Ich und die Firma Woman Art
haben bei den Bildern noch viele Ideen.

 

Wie reagieren eigentlich Männer auf Ihre Bilder?
Viele werden schmunzeln.
In einer Welt, in der Frauen beschnitten, unterdrückt
und wie Vieh verkauft werden,
fände ich das blöde und unangemessen.

 

Dass Sie das weibliche Banner so hochhalten, ehrt Sie.
Aber stört es Sie eigentlich nicht,
dass der Geschäftsführer der Firma Woman Art ein Mann ist?
Ich halte die Lizenzen, er kümmert sich um
das operative Geschäft. In anderen gemeinsamen
Projekten ist es umgekehrt. Aber in
erster Linie ist er mein Lebensgefährte.

 

Zu etwas sind Männer also doch gut.
Ich will Ihnen eines verraten: Ich habe
nichts gegen Männer. Im Gegenteil, ich mag Männer.

 

Zur Person

Sabine Kienle


- Am 15. April 1959 wird Sabine Kienle in Deggingen nahe Geislingen geboren.

 

- Sie wächst in Gammelshausen auf und geht in Bad Boll zur Schule.

 

- Ausbildung zur Technischen Zeichnerin.

 

- Ihre Söhne sind 20 und 22 Jahre alt.

 

- 2010 gründet Sabine Kienle in Stuttgart mit ihrem Lebensgefährten Roland Hensel
die Unternehmergesellschaft Woman Art, die Frauen in Gemälden namhafter Künstler in den Mittelpunkt rücken will. (eim)